Seit der Finanzkrise 2008/09 haben die führenden Zentralbanken die Finanzmärkte durch ultratiefe Zinsen und umfangreiche Anleihekaufprogramme (Quantitative Easing, QE) mit Liquidität versorgt. Diese Politik hat die Preise zahlreicher Vermögenswerte erheblich in die Höhe getrieben und wesentlich zur weiteren Öffnung der Einkommens- und Vermögensschere in den
westlichen Industrieländern, insbesondere in den USA, beigetragen. Parallel dazu haben Migrationsbewegungen und die damit verbundenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen die Spannungen zusätzlich verschärft. In der Folge haben Unzufriedenheit und Anti-Establishment-Tendenzen deutlich zugenommen und sich in den vergangenen Jahren immer wieder an den Wahlurnen niedergeschlagen.